Unsere Umweltpolitik
In jeder von uns errichteten Anlage sind Energieeffizienz, Emissionskontrolle und Abfallwirtschaft Teil der Auslegung – keine nachträgliche Korrektur.
Warum in der Planungsphase
In einer Lackieranlage entfällt der Großteil der Umweltbelastung auf drei Positionen: Wärmeverbrauch der Öfen, Volumenstrom der Kabinenlüftung und Wasser- bzw. Chemikalienverbrauch der Vorbehandlungslinie. Alle drei sind nach dem Bau am schwersten zu ändern; Korpusdämmung, Kanalquerschnitt und Tankvolumen werden von Anfang an festgelegt.
Verbesserungen nach Produktionsstart erfordern in der Regel einen Produktionsstopp. Umweltentscheidungen zu Projektbeginn – noch auf dem Papier – zu treffen ist daher günstiger und wirksamer.
Energie
- Wärmerückgewinnung aus der Ofenabluft. Die aus dem Einbrennofen abgeführte Warmluft wird zur Vorwärmung der Frischluft genutzt. Der Gewinn ist direkt proportional zu Ofentemperatur und Frischluftanteil.
- Volumenstromregelung der Kabinenlüftung. Vollast bei Stillstand der Applikation ist unnötig; drehzahlgeregelte Ventilatoren senken den Verbrauch in Leerzyklen der Linie.
- Korpusdämmung. Paneldicke und Dichtungsdetail bestimmen den Energieverbrauch eines Ofens über seine Lebensdauer.
- Druckbilanz. Leckluft zwischen Kabinen bedeutet Qualitäts- und Energieverlust; die Druckdifferenz zwischen den Stufen wird in der Auslegung berechnet.
Emissionen
Bei Nasslackanwendungen ist Lösemitteldampf (VOC) die Hauptposition, bei Pulverbeschichtung die Partikelemission. Beide erfordern unterschiedliche Lösungen: Partikel werden durch Filtration abgeschieden und sind rückgewinnbar; Lösemitteldampf erfordert Verdünnung, Verbrennung oder Adsorption.
Was geeignet ist, hängt von Lösemittelfracht und Betriebsregime ab. Wir nehmen Messstellen von Anfang an in die Auslegung auf; ein nachträglich eingebauter Messstutzen liegt meist an einer nicht repräsentativen Stelle.
Wasser und Chemikalien
- Kaskadenspülung. Frischwasser tritt in der letzten Stufe ein und wandert verschmutzend rückwärts. Dieselbe Spülqualität wird mit deutlich weniger Wasser erreicht.
- Badstandzeitüberwachung. Chemikalien nach Messung statt nach Zeitplan zu erneuern senkt Abfall und Kosten.
- Abwasseranschluss. Kläranschluss und Einleitstelle werden zu Projektbeginn geplant; eine nachträglich verlegte Leitung ist meist unterdimensioniert.
- VE-Wassererzeugung. Das Regenerationsabwasser fließt in die Berechnung der Gesamtabwasserfracht der Anlage ein.
Abfall und Rückgewinnung
Bei der Pulverbeschichtung bestimmen Kabinenkonstruktion und Farbwechselhäufigkeit die Rückgewinnungsquote. Bei häufigem Farbwechsel verschlechtert sich die Wirtschaftlichkeit der Rückgewinnung; Kabinentyp und Filterlösung werden entsprechend gewählt.
In der Vorbehandlungslinie sind Schlamm (Phosphatschlamm) und verbrauchte Chemikalien die Hauptabfallposten. Entsorgungsweg und Mengen sind im Rahmen der Umweltgenehmigung anzugeben; deshalb werden bereits in der Planung Schätzwerte ermittelt.
Diese Seite ist vom Unternehmen freizugeben. Die obigen Abschnitte beschreiben unseren Auslegungsansatz. Vorhandene Umweltmanagement-Zertifikate, Selbstverpflichtungen und gemessene Leistungsdaten des Unternehmens sind hier zu ergänzen.
